malaga

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Grundfläche: 385,50 km2
Einwohnerzahl: 550.000
Bezeichnung der Einwohner: „Malagueños“
Au?ergewöhnliche Exkursionen: Römisches Theater, Maurische Festung (Alcazaba), Burg von Gibralfaro, Kathedrale, Kirche Sagrario, Bischofspalast, Palast der Grafen von Buenavista (jetzt Picasso-Museum), Kirche Santiago, Plaza de la Merced, Picasso-Stiftung, Palacio de la Aduana (Zollhaus), Boulevard „Paseo del Parque“, Rektorat der Universität von Málaga (ehemaliges Postgebäude), Gebäude der Banco de España, Rathaus, Gärten von Puerta Oscura, Gärten von Pedro Luis Alonso, Brunnen der “Tres Gracias”, Stierkampfarena, Justizpalast (ehemaliges Hotel Miramar), Denkmal an den Marqués de Larios, die Hauptstraße „Calle Larios“, Brunnen “Fuente de Génova”, Gasse “Pasaje de Chinitas”, Gebäude der „Sociedad Económica de Amigos del País“, das Atheneum von Málaga, Kirche Santo Cristo de la Salud, Kirche Santos Mártires, Museum für volkstümliche Kunst und Gebräuche, Puerta de Atarazanas, Kapelle Santuario de la Virgen de la Victoria, Finca de la Concepción, Hacienda de El Retiro
Geographische Lage: an der Küste des südlichen Mittelmeers, etwa 50 Seemeilen von der Meerenge von Gibraltar und 520 Kilometer von Madrid entfernt. Die Provinzhauptstadt verzeichnet einen durchschnittlichen jährlichen Niederschlag von 470 l/m2 und die Temperatur beträgt im Schnitt 18,5º C.
Touristikinformation: Tourismusbüro, Plaza de la Marina, 11. Tel: 952 12 20 20; Fax: 952 12 20 23

Innerhalb des ausgedehnten Stadtgebietes von Málaga, flächenmäßig das drittgrößte der Provinz nach Antequera und Ronda, vereinen sich mindestens zwei völlig unterschiedliche Landschaftstypen: zum Norden hin die Berge von Málaga, ein waldreiches Gebiet und wie der Name schon besagt, gebirgig und von hohem ökologischen und landschaftlichem Wert, das von der Andalusischen Landesregierung zum Naturpark erklärt wurde. In diesem gleichen Landstrich, jedoch nach Osten hin, trifft das Gelände auf das Landschaftsbild der Axarquía, wo sich die höchsten Erhebungen, wie die Bergspitze Pico de Santo Pilar (1.020 m) befinden.
Zum Westen hin wird das Land flacher und bildet die sogenannte „Hoya de Málaga“, die nichts anderes als eine Talsohle ist, in der die Becken der Flüsse Guadalmedina und Guadalhorce vor ihrer Mündung in das Mittelmeer zusammen fließen. In diesem Bereich liegt die maritime Fassade der Stadt, deren Grenzen sich nach Westen hin erweitern, und noch einigen Anbauflächen mit Zuckerrohr, Obstbäumen und Gemüse Raum bieten, welche die letzte landwirtschaftliche Bastion darstellen, die immer mehr von den Industriegebieten und der ständigen Erweiterung des Flughafens aufgesogen werden.
Das städtische Straßennetz erstreckt sich von Osten nach Westen über ca. 12 Kilometer. An seinem geografischen Mittelpunkt öffnet sich ein großer Halbkreis, in dem sich die historische Altstadt befindet, in der praktisch alle Bauwerke und Sehenswürdigkeiten liegen, mit Ausnahme der sogenannten historischen Gärten, die sich außerhalb der Stadt befinden.
Angesichts der Ausbreitung von Assyrien und der fortschreitenden Austrocknung ihres Territoriums kamen die Phönizier aus Tiro um 800 v. C. an die Küste Andalusiens. In dieser Zeit gründeten sie Malaka, welches am Anfang weniger eine Stadt als eher ein Handelsplatz rund um den Hafen war. Viel später gründeten die Griechen das benachbarte Mainake, das von den Karthagern zerstört wurde. Diese wiederum litten unter dem Vorstoß aus Rom, dem sie sich während der Zweiten Punischen Kriege gegen Ende des 3. Jh. v. C. unterwarfen,
Unter der römischen Herrschaft wuchs der Exporthandel, der hauptsächlich auf dem „garum“ (Fischsoße oder Fischpaste), Wein und Öl basierte. Im Jahre 81 unserer Zeitrechnung war die Stadt schon eine föderative Gemeinde und besaß einige bedeutende Gebäude, von denen das Theater an den Berghängen der Alcazaba erhalten ist. Nach Ende der römischen Hegemonie ging die Stadt in die Hände von Silingern, Vandalen und Westgoten über. Seit der Invasion des Islams unterstand sie dem Emirat und später dem Kalifat von Córdoba.
In den darauf folgenden Epochen fiel die Stadt in die Hände des Berberstammes Hammudis, der Ziris aus Granada, der Almoraviden, der Almohaden und der Nasriden. Trotz der ständigen Wechsel verlor die Stadt nicht ihre wirtschaftliche Aktivität, zum großen Teil dank dem Schutz ihrer starken Mauern und der Bewachung, die von der Burg Gibralfaro aus möglich war.
Die christlichen Truppen belagerten Málaga ein Jahrhundert lang, und am Ende ergab sich die Stadt im Jahre 1487 bedingungslos. Diese bedingungslose Unterwerfung bedeutete entweder Sklaventum oder Ausweisung für eine große Zahl ihrer Einwohner. Mit der Christianisierung begann sich die Stadt zu verändern. Die Grenzen außerhalb der Mauern wurden erweitert und die Kirche begann sehr bald mit dem Bau von Kirchen und Klöstern. Zu den Aufständen der Morisken im 16. Jh., die mit ihrer Vertreibung im Jahre 1614 endeten, und der daraus folgenden mangelnden Versorgung, summierten sich die Überschwemmungen des Río Guadalmedina und die Epidemien, die sich im 17. Jh. ausbreiteten. Außerdem stiegen die Überfälle von Piraten und Berberstämmen sowie die der französischen und der britischen Flotte. Die Bevölkerung erreichte also völlig erschöpft die letzten Jahre des 17. Jahrhunderts.
Im folgenden Jahrhundert kam für Málaga eine Epoche höherer Stabilität in jeder Hinsicht. Vor allem die Wirtschaft begann sich, dank dem Export landwirtschaftlicher Erzeugnisse, zu erholen. Auch das Ende des Monopols mit dem Indien-Handel machte sich direkt im wirtschaftlichen Aufschwung der Hafenaktivität bemerkbar.
Im 19. Jh. litt die Stadt nicht nur unter der Invasion Napoleons, sondern auch unter den Kämpfen zwischen den Absolutisten und den Liberalen, die 1831, während der Herrschaft von Ferdinand VII, die Hinrichtung von General Torrijos und seinen Leuten am Strand von San Andrés zur Folge hatten. Gegen Mitte des Jahrhunderts erfuhr Málaga eine Industrialisierung, die auf den Metall verarbeitenden Bereich und die Textilbranche konzentriert war, und die Stadt in dieser Hinsicht an die zweite Stelle Spaniens platzierte.
Die treibenden Kräfte für diese intensive wirtschaftliche Aktivität waren die Familien Larios und Heredia, denen die Stadt ihre Dankbarkeit erwies, indem sie ihnen Statuen errichtete und einige der wichtigsten Straßen nach ihnen benannte. Erst im 19. Jh. ergab sich ein Stadtprofil in Málaga: zum Westen hin befanden sich die Viertel der Arbeiter und der Fabriken, zum Osten hin die großen Herrenhäuser der neuen Bourgeoisie, während im Zentrum einige Straßen verbreitert und Gebäude mit auffälliger Architektur errichtet wurden.
Doch schon bahnte sich eine neue Wirtschaftskrise an: die blühende Industrie begann unterzugehen und die Plage der Reblaus machte die Weinproduktion zunichte, traditionell eine der Säulen, auf denen der Wohlstand der Provinz ruhte. Mit einigen zwischenzeitlichen Schwankungen konnte sich die Wirtschaft von Málaga erst in den sechziger Jahren erholen, als der Massentourismus mit der Costa del Sol ein Reiseziel gefunden hatte, welches sich zu einer weltweit bekannten Größe entwickeln sollte.